Zahl neuer Verträge stieg im 1. Halbjahr um 12,6 Prozent!


Heuer Boom beim Bausparen

Wien. — Die mickrigen Zinsen am Sparbuch und das hohe Risiko bei Aktien, Anleihen etc. machen's möglich: Bausparen boomt wieder. Im 1. Halbjahr 2013 verzeichneten die heimischen Bausparkassen bei den Neuverträgen ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber 2012. Die Nachfrage nach Darlehen ist aber gedämpft.
Gute Laune hat derzeit Wüstenrot-Generaldirektorin Susanne Riess, die auch Sprecherin der Branche ist. In Österreich stiegen die gesamten Bauspareinlagen heuer um 742,7 Millionen Euro an und blieben damit deutlich über der 20-Milliarden-Euro-Grenze. „Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten hat das Thema Sicherheit für die Menschen Vorrang", sagt Riess.
Ein Wermutstropfen ist hingegen die gedämpfte Nachfrage nach Bauspardarlehen. „Der Vorteil des Bauspardarlehens liegt ganz klar in der langfristigen Planbarkeit mit einer kostenlosen Zinsobergrenze. Ein Thema, dem bei veränderter Zinslandschaft wieder große Bedeutung zukommt", rührt Riess die Werbetrommel für diese Form der Finanzierung.
Zufrieden sind die Bausparkassen mit dem Sanierungsscheck, der gut angenommen wird: Rund 70 Prozent der Mittel sind bereits ausgeschöpft.

Quelle: Kronenzeitung vom 24.07.2013

Josef Schmidinger, s-Bausparkasse: "Keine Alternativen zum Bausparen"


Nach Prämienkürzung nur 4,2% weniger Neuabschlüsse - Rückgang beim Bausparen viel geringer als erwartet

Wien.- Die Prämienkürzung im Vorjahr konnte dem beliebten Bausparen nicht viel anhaben: Bei der s-Bausparkasse wurden im Vorjahr 295.700 neue Verträge abgeschlossen. Das ist ein Minus von 4,2%, weit geringer, als noch vor einem Jahr befürchtet wurde. Für heuer hoffen die Bausparkassen auf ein gutes Jahr.

„Das allgemein niedrige Zinsniveau und der Mangel an Alternativen, bei denen man kleine Beträge ansparen kann, haben die Vorzüge des Bausparens deutlich gemacht”, meint Josef Schmidinger, Chef der s-Bausparkasse. Bei den Einlagezinsen werden jetzt meist 1,5% fix gewählt, das sind 1,93% inkl. staatlicher Prämie.

Viel erwartet man sich von den Wohnbauanleihen der s-Wohnbaubank: Sie bringen 2,2% pro Jahr fix, es wurden bereits 100 Mio. € in zwei Monaten platziert.

Ein starkes Anliegen ist für Schmidinger der Bau neuer, leistbarer Wohnungen: „Dafür muss es mehr Mittel geben, von Ländern, der öffentlichen Hand, einer Bundeswohnbauagentur und von Pensionskassen." Die Zukunftsvorsorge sollte so umgebaut werden, dass sie zum Ansparen für Wohneigentum geeignet ist.

Quelle: Susanne Brosch - Kronenzeitung vom 26.03.2013